27.08.2011

Die schnelle Antwort: QR-Codes

Wir haben uns in dem letzten halben Jahr viel mit QR-Codes beschäftigt. Diese lustigen kleinen Pixelquadrate, die sich zunehmend auf Plakaten und anderer Werbung zeigen. Im Prinzip sind die nicht Neues, denn wir kennen den Barcode schon ewig. Diesen eindimensionalen Streifencode in eine zweidimensionale Matrix zu verwandeln sollte eigentlich kein Weltwunder sein. Und so finden sich auf Online-Tickets, Konzertkarten, Briefen und Paketen schon lange zweidimensionale Codes. Eine Unterart von ihnen ist der Quick-Response-Code (QR), der 1994 in Japan entwickelt wurde. Ursprünglich wurde auch dieser Code zur Kennzeichnug von Paletten und Paketen in der Logistik eingesetzt.

Aber irgend jemand kam auf die Idee, diesen Code mit dem Handy zu fotografieren und zu entschlüsseln. Von da ist es ein logischer Schritt, eine Webadresse zu codieren, die das Handy direkt aufruft. Dank mobilem Internet kommen langsam und allmählich auch in bei uns diese Codes in Mode. Der Vorteil für den Nutzer liegt darin, keine lange URL in sein Handy tippen zu müssen. Den Code fotografiert und schon ruft das Gerät die entsprechende Website auf. Das ist für Werbeleute eine spannende Sache und bietet viele Möglichkeiten.

Wolf Manufaktur Musterkarten mit QR-Code

Eine klassische Anwendung der QR-Codes haben wir für die Musterbox WolfManufaktur gefunden. Die 30 Musterkarten, die Papiermuster und Druckveredelungen in der Anwendung zeigen, haben jeweils einen Code auf der Rückseite. Codiert ist eine Webadresse, die zu der jeweilgen Technik weitere Informationen liefert und Beispiele zeigt. Und wenn ein Interessent schon mal auf der Website ist, stellt er vielleicht ja gleich eine Anfrage. Das ist eine schöner Einsatz für einen Betrieb der bald einhundert Jahre mit Druck und Papier arbeitet. »Schulterschluss aus Tradition und Moderne«, würde die Marketingabteilung das wohl nennen.

Auch ein Kunde wie das Philharmonische Staatsorchester Mainz kann von der Technik profitieren: Ein Handzettel nennt die wichtigsten Daten zu einem Konzert. Weitere Hintergründe (und Programmänderungen) stehen im Internet. Die Website per QR-Code aufzurufen ist für Smartphone-Besitzer eine Kleinigkeit. Und wo man schon dabei ist, warum nicht gleich die Karten buchen?

Das sind die typischen Anwendungen. Sie vernetzen Drucksachen mit Websites; Quick Response, also. Eigentlich ginge das auch ohne QR-Codes, macht aber weniger Spaß und ist nicht so hipp, gell? Aber jetzt fängt doch der Spaß erst an, denn grundsätzlich kann ein QR-Code beliebigen Text enthalten. Und für mich liegt der wahre Reiz der QR-Codes ja im Code, in der Verschlüsselung des Inhalts. Für den Menschen bleibt er eine wirre Häufung von Quadraten, erst der Universalübersetzer enthüllt den Inhalt.

QR-Code auf Airport Extreme

Wir haben kurzerhand ein Stickeralbum entwickelt, das 99 QR-Codes enthält. So kann ich einen kleinen Aufkleber auf einen Brief (oder Laternenpfahl) kleben und habe ein Nachricht hinterlassen. Welche? Das kann mir z.B. mein iPod verraten. Ein bisschen nerdig ist das schon, ich gebe es zu. Aber Spaß macht es allemal.

Wehr & Weissweiler QR-Code-Stickerheft

Guerillamäßig könnte man natürlich auch hingehen und QR-Codes auf Werbeplakaten durch eigene überkleben. Das lässt mich an Greenpeace oder attac denken. Ein Szeneclub könnte auf Gläser QR-Codes lasern, die entweder Sprüche enthalten, oder – ganz klassisch – auf die Terminseite oder facebook verlinken.

QR-Code-Stempel von Wehr & Weissweiler

Wir haben unsere muntere Stempelkollektion natürlich auch gleich um einen QR-Code-Printy erweitert. Ritschratsch – Weblink gestempelt. Derzeit haben wir noch einen QR-Code-Kalender in der Ideenkiste, aber da will ich noch nicht zu viel verraten.

Simon Wehr
Superuser & Head of Presentation

… gestaltet Themen, die es wert sind, auch in Zukunft gesehen zu werden.

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