16.06.2010

Sk̴l РEin spannendes Interface

Ich habe schon vor Jahren gesagt, dass Maus und Tastatur bestenfalls Übergangslösungen sein können, Krücken an die wir uns gewöhnt haben, die aber dem Menschen nicht entsprechen. Ungefähr seit dieser Zeit arbeite ich konsequent mit Grafiktabletts, um wenigstens die Maus durch einen Stift zu ersetzen. iPhone und iPad waren zu der Zeit noch Betriebsgeheimnisse bei Apple und als ich Jeff Han’s Präsentation gesehen habe, dachte ich: Jawoll! Wie es weiterging, ist allseites bekannt und Multitouch-Interfaces mit Gestensteuerung sind der große Renner. Was bei Star Trek noch Science Fiction war ist nun Alltag.
Aber es bleibt dabei, das Eingabeprinzip lautet immer noch überwiegend: »Knöpfchen drücken«.

Einen schönen Ansatz (wenngleich nicht so universell) finde ich SkÃ¥l von Jørn Knutsen, Einar Sneve Martinussen und Timo Arnall.

Skål Interface

Hier werden beliebige Objekte mit einem RFID-Chip versehen, der wiederum eine Verknüpfung zu digitalen Inhalten enthält. Das Ganze in einer überaus schönen und haptisch reizvollen Art und Weise.
Also einfach eine Muschel aus dem letzten Urlaub mitbringen und mit dem programmierten Chip versehen. Wenn man nun die Urlaubsbilder betrachten will, legt man die Muschel in die Schale und los gehts. Der kleine R2D2 spielt die liebsten StarWars-Episoden, eine grüne Kugel die Entspannungsmusik etc. Das ist eine sehr menschliche Verknüpfung zwischen digitalen Inhalten und realen Erinnerungen / Eindrücken.

Und: Man kann endlich wieder etwas verlieren im digitalen Zeitalter!

Simon Wehr
Superuser & Head of Presentation

… gestaltet Themen, die es wert sind, auch in Zukunft gesehen zu werden.

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