04.11.2010

Weindesign

Erwähnte ich, dass wir einen Weinkalender produzieren?

Was ich noch verschwiegen habe ist, dass wir zu dem Kalender auch 12 Etiketten zum Sammeln und Liebhaben dazulegen. Und natürlich haben wir uns vorher kräftig umgesehen, was so geht, in der Welt der Etiketten. Nunja, viel ist es nicht, wenn man auf die Masse der heimischen Winzer schaut. Haus / Wappen, Traubenname und Pflichtangaben – das wäre so das Standardprogramm eines einfachen Weines. Im Laden, sei es Supermarkt oder Fachgeschäft wird’s dann etwas besser: Ein schönes Papier, die fast schon obligatorische Goldprägung und irgendeine schöne Stahlstichschrift in Kapitälchen. Insgesamt gibt es aber wenig, was das Designerherz ernsthaft erfreuen würde.

Aber natürlich gibt es immer wieder Ausnahmen, die sich frech und ungewöhnlich oder einfach nur schööön von der Masse abheben. Einige davon werde ich demnächst in loser Folge vorstellen.

Fangen wir mit einem bunten Vogel der lokalen Weinszene an: Anthy R. Hammond von der Garage Winery im Rheingau vertreibt Weine die so gar nicht nach hohem Kulturgut und konservativem Weingeschwätz aussehen. Und genau so soll’s sein. Frech, jung aber deswegen trotzdem guter Wein. Gerade deswegen gibt es auch Weine in der kleinen Partyflasche. Denn wer auf Bier und Bionade keine Lust hat, der soll mit einer Flasche Wein genauso cool rumstehen können. Probiert habe ich die Weine noch nicht, spannend klingt es allemal. Also hier sind Goldmarie, Rosamunde und Rotbart.

Weine der Garage Winery

Als Weinbatterie werden diese drei übrigens in der Deli Garage angeboten, die noch einige andere sehr schöne garagenartige Verpackungen für Gourmetschrauber anbietet. Hier seien nur Ölwechsel und Mehrzwecknudeln erwähnt.

Simon Wehr
Superuser & Head of Presentation

… gestaltet Themen, die es wert sind, auch in Zukunft gesehen zu werden.

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